Rollenmodelle
Wie sieht der Archetyp eines Spielers aus, der gut auf die Zielspieler-Rolle passt?
Wenn ich an einen typischen Zielspieler denke, dann kommt mir jemand sehr Großes in den Sinn. In FM26 lässt sich das am besten über das Sprunghöhe-Attribut repräsentieren. Je größer ein Spieler, desto höher kann er springen. In einer Zielspieler-Rolle ist das unerlässlich, weil es mit der Hauptfunktion dieser Stürmerrolle verknüpft ist, damit sie als Zentrum eures Angriffs dienen kann.
Allerdings dreht sich bei eurem typischen Zielspieler nicht alles um die Sprunghöhe. Bei dieser Rolle geht es nicht nur um eine einzige ausgeprägte Fähigkeit. Sie ist tatsächlich eine hybride Offensivrolle, die sich sowohl bei direkten Angriffen als auch beim verknüpften Unterstützungsspiel hervortun kann.
Der Zielspieler in FM26 ist eine spezialisierte, physische Stürmerrolle, die darauf ausgerichtet ist, eure Angriffslinie anzuführen und den Ball zu halten bzw. in der Luft zu dominieren, um die Teamkameraden zu unterstützen. In dieser vielschichtigen Funktion kann der Stürmer als ein zentraler Punkt dienen für direktes Spiel, das Festnageln von Verteidigern und die Schaffung von Raum für Flügelspieler, inverse Außenstürmer und offensive Mittelfeldspieler. In FM26 ist diese Rolle besonders effektiv, um das Spiel zu verzögern und Abspielmöglichkeiten zu schaffen.
Mit ihrer Tradition des hochintensiven, physischen Fußballs besitzt die Premier League einen Hang zu starken Zielspieler-Stürmern. Blicken wir beispielswiese auf Tammy Abraham bei Aston Villa – einen Spieler, der kürzlich in die Premier League zurückgekehrt ist und einen sehr guten Zielspieler abgibt.

Abraham besitzt eine Kombination aus überdurchschnittlichem Abschluss, Erstkontakt und Kopfball. Im Spiel helfen ihm diese drei Attribute, den Unterstützungs- wie Angriffsaspekten seiner Rolle gerecht zu werden.
Zusätzlich zu technischen Attributen empfehlen sich einige starke mentale Attribute. Zunächst einmal sorgt der Hattrick aus Aggressivität, Mut und Nervenstärke dafür, dass der Stürmer die direkte Auseinandersetzung mit den stärksten, zähesten gegnerischen Innenverteidigern nicht scheut und die wichtigen Kopfballduelle für sich entscheidet. Auf der Seite der Physis ist es äußerst sinnvoll für den Zielspieler, überdurchschnittlich gut in Sprunghöhe, Stärke und Balance zu sein.
Taktische Feinabstimmung
Keine Rolle spielt für sich alleine. Tatsächlich ist es so, dass jede Spielerrolle in FM26 nur dann effektiv sein kann, wenn sie natürlich mit eurer Formation, den anderen von euch herausgepickten Rollen und den gewählten taktischen Anweisungen verknüpft ist. Dies gilt vor allem für eine stärker spezialisierte Rolle wie den Zielspieler.
Sehen wir uns zunächst an, was geschieht, wenn euer Team mindestens zwei Qualitätsspieler in der Stürmerposition hat. Vielleicht solltet ihr jemanden aufbieten, der die andere Stürmerrolle ausfüllen und im Tandem mit eurem Zielspieler agieren kann.
Bei Aston Villa hat der kürzlich erworbene Abraham das, was es braucht, in einer effektiven Partnerschaft mit Ollie Watkins Leistung abzuliefern. Watkins, der ein gutes Tempo mit starken technischen Fähigkeiten und Arbeitseifer vereint, ist ein perfekter Halbraumstürmer. Das bedeutet, dass er eine Rolle besetzt, die ideal dafür geeignet ist, Ablagen und Pässe von Abraham zu verarbeiten.

Habt ihr diese beiden in Position gebracht, müsst ihr euch für euren Taktikstil und den Rest eurer Formation entscheiden, um das Paar an der Spitze eures Angriffs zu ergänzen.
Ohne zu tief in die taktische Tüftelei einzusteigen: Die Flügelspiel-Voreinstellung ist perfekt dazu geeignet, Standard-Anweisungen für jede Formation mit Zielspieler zu liefern. Im Wesentlichen ist es ein gut ausbalancierter Taktikstil, der verlässlich Qualitätsflanken für eure Stürmer liefert. Wenig überraschend passt dieser Stil sehr gut zu einem traditionellen 4-4-2, und das ist eine der Formationen, die vom Spiel vorgeschlagen werden, wenn ihr Flügelspiel auswählt. Abgesehen davon, dass ihr sicherstellt, dass eure Spieler ihre jeweils besten Rollen ausfüllen, wird sehr wenig taktische Feinabstimmung vom Trainer verlangt.

In der Formation unten sind die Rollen fein ausbalanciert, wobei das Stürmerduo aus Zielspieler und Halbraumstürmer nicht nur gegenseitig sehr gut seine Attribute ergänzt, sondern auch großartige Unterstützung von Flügelspieler, Außenverteidiger und zurückgezogenem Spielmacher erhält. Neben den beiden offensichtlichen Tormaschinen vorne gibt es noch eine Angriffsbedrohung durch den inversen Außenstürmer Morgan Rogers auf der linken Seite.

Je nach Team kann eine Solostürmer-Variation der Zielspieler-Taktik reizvoller sein. In dieser Hinsicht ist ein klassisches 4-3-3 tatsächlich eine der stärksten Zielspieler-fokussierten Formationen in FM26.
Sie liefert nicht nur mehr defensive Abdeckung dank des zusätzlichen Mittelfeldspielers auf der defensiven Mittelfeldposition, sondern involviert von Haus aus mehr Spieler in der Angriffsphase, wenn euer Team den Ballbesitz abgibt.
Wie sich bei der unten abgebildeten Formations- und Rollen-Einstellung sehen lässt, können potenzielle Torbedrohungen aus mehreren Positionen kommen. In dieser 4-3-3-Form können Stürmer, äußere Zielspieler, offensive Mittelfeldspieler und Flügelspieler alle zur Vielfalt und Unvorhersehbarkeit eures Angriffsspiels beitragen. Selbst die einfachsten Spiele könnten sich zu für den Gegner ziemlich gefährlichen viergleisigen Angriffen entwickeln.

Die 4-3-3-Formation ist gut geeignet für Teams, bei denen der Zielspieler-Stürmer einer ihrer Starspieler ist. Nehmt zum Beispiel Manchester City, die viel Qualität in der weiten Außenverteidigung haben und dann auch noch jemanden wie Erling Haaland vorne, der all die Attribute besitzt, um einen effektiven Zielspieler abzugeben.

Experimentiert mit verschiedenen Formationen und Rollen in FM26, denn je mehr ihr das tut, desto mehr werdet ihr über eure Spieler lernen und darüber, wie ihr das Beste aus ihnen herausholt. Viel Erfolg!
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