27.05.19

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Sechs Dinge, die man nach Verpflichtung eines Wunderkinds immer tut

Es gibt kaum in besseres Gefühl in Football Manager, als einen jungen Spieler unter Vertrag zu nehmen, der als Wunderkind gilt. Das ist ungefähr so, als würde man im Lotto gewinnen oder in der Wüste auf Wasser stoßen.

Diese Spieler bedeuten uns mehr als ein normaler Vertragsabschluss – über diese Jungs erzählt man seinen Freunden, diese Jungs bleiben einem auf Jahre im Gedächtnis. Hier sind sechs Dinge, die man nach Verpflichtung eines Wunderkinds immer tut.

Sechs Dinge, die man nach Verpflichtung eines Wunderkinds immer tut

1. Alle Mann an Bord, der Hypetrain fährt ab

„Das ist es. Das ist es. Dieser Junge wird alles verändern. Damit schafft es der FC Dordrecht zu den ganz Großen.“

Er hat noch nicht mal ausgepackt, aber wir sind schon am Telefon und löchern einen Bildhauer mit Fragen. Wie viel würde eine Statue des Neulings kosten? Ist doch egal, dass er bei Erster Kontakt nur eine Sieben hat oder seine Persönlichkeit als „unambitioniert“ beschrieben wird, die Medien haben ihn zum Wunderkind erklärt und das reicht dir.

2. Der Junge wird erstmal in Watte gepackt

Wir alle haben diese Geschichten von Spielern gehört, die ganz groß rausgekommen wären, wenn ihr Knie/Knöchel/kleiner Zeh nicht kaputt wäre. Man sagt sich, dass so etwas diesem Wunderkind nicht passieren wird, also erstellen wir einen eigenen Trainingsplan und investieren ein kleines Vermögen in ein Ärzteteam. Vielleicht versuchen wir sogar, Tackling gegen ihn zu verbieten, bis der Assistent uns das ausredet.

3. Alle Hoffnungen ruhen auf dem Wunderkind 

Erstmal fliegt diese Diva von Stürmer raus, der sowieso bei den großen Jungs mitspielen wollte. Und wer braucht schon diese bisher so erfolgreiche Taktik, wenn sie für den Neuen keinen Platz in der Startelf vorsieht? Dann versprechen wir dem Vorstand noch ein Saisonende unter den besten vier, obwohl die Analysen eher in Richtung des zwölften Platzes zeigen. Der neuverpflichtete Superstar wird diese Liga kurz und klein bolzen und unseren Ruf als Managergenie festigen.

4. Nach jeder guten Leistung knallen direkt die Sektkorken

Unser Wunderkind schafft eine 8.00-Matchwertung? Kaviarhäppchen in der Umkleide. Er schafft einen Assist? Wir schreiben einen Fangesang für ihn. Seine aktuellen Fähigkeiten gehen einen halben Stern hoch? Schampus für alle. Es ist einfach so leicht, jedes Mal mehr oder weniger auszurasten, wenn ein Wunderkind seinem großen Potenzial scheinbar gerecht wird. Besonders, wenn man irgendwo in den unteren Ligen versauert und schon seit Jahren auf jemanden wie ihn wartet.

5. Ist er weg, fließen die Tränen

Niemand will ein Wunderkind verkaufen, besonders, wenn er langsam sein Potenzial verwirklicht, aber manchmal muss es sein. Vielleicht steht eine entsprechende Vereinbarung im Vertrag, oder der Spieler versucht, einen Transfer zu erzwingen. Es kann wirklich fies sein, wenn ein Wunderkind geht und sich einem anderen Manager in die Arme wirft. Aber ähnlich wie beim nächtlichen Scrollen durch den Instagram-Feed einer Ex-Freunding (und dem versehentlichen Liken eines Bildes von vor drei Jahren ... hatten wir alle schon mal, oder?) kann man nicht anders, als ab und zu nachzusehen, wie es ihnen heute geht.

Ja, vielleicht fährt er mit einem großen Verein Sieg um Sieg ein und wird international gefeiert während wir vor der Entlassung stehen, aber wir kriegen ihn schon zurück. Bestimmt.

6. Und nochmal von vorn, das Ganze 

Das Schöne an FM ist, dass es nie aufhört. Also können wir das immer wiederholen. Ganz am Anfag der unterschütterliche Optimismus, wenn man über einen Spieler mit unfassbarem Potential stolpert. Wunderkinder kommen und gehen, aber unsere Karriere geht weiter – schließlich sind wir allein verantwortlich für den Ruhm des Teams. Augenblick mal ... hat dieser Kerl wirklich Fünf-Sterne-Potential? Das ist er! Auf jeden Fall.